Archive für Dezember 2010

Führerschein

So regelmäßig, wie das Christkind kommt, überrschen uns Politiker mit dem Abgeben des Führerscheins für die Senioren. Natürlich soll dann ein Freifahrschein auf öffentlichen Verkehrsmitteln die Abgabe des Lappens versüßen. Mir ersetzt mein Wagen die müde gewordenen Beine. Es sind zwar nur 200 m bis zum Supermarkt, aber ich wünsche keinem Politiker das Erlebnis, nicht mehr einkaufen zu können, weil der Wagen weg ist.  Und lange Wege, für die man einen Bus braucht, muss ich nicht gehen.

Senioren-Computer

Aus einem Leserbrief:

Hallo Herr Brunowsky,
natürlich ist das iPad kein reiner Seniorencomputer, aber auch in der Fachpresse wird er oft als solcher bezeichnet.
Ich kenne mittlerweile einige Senioren, einschließlich meinem 80 jährigen Vater, die das iPad erfolgreich nutzen.
Mein Vater, der vorher noch nie mit PCs oder Notebooks zu tun hatte, kam mit der Bedienung des iPad viel schneller zurecht, als mit einem Laptop. Zudem entfallen beim iPad viele Fehlerquellen, die bei einem Rechner auftreten können.
Die momentan erhältlichen iPad-Bücher verwenden meiner Meinung nach zu viele “Fachbegriffe”, die für uns normaler Sprachgebrauch sind, aber für ältere Menschen “Spanische Dörfer” sind.
Daher suche ich nach einem entsprechenden Buch.   Mit vorweihnachtlichen Grüßen     Thomas Rettler

Truppenbesuche

Die so viel kritisierte Talkshow von Kerner in Afghanistan fand ich prima. Es wurde ehrlich über die Probleme der Soldaten an der Front gesprochen  und keinerlei  PR für den Minister gemacht. Ob der Besuch der Kanzlerin auch so selbstlos war und nicht den Hintergrund hatte, diesem beliebten Politiker  die Show nicht allein zu gönnen ? Ich melde Zweifel an.

Weihnachtsbesuch mit Ehefrau

Es ist eine gute alte Tradition, seine Soldaten zu Weihnachten zu besuchen und die Ehefrau mitzunehmen. Als ich I. Wachofffizier auf der Fregatte Brommy war,  haben meine Frau und ich das 1963 auch gemacht.  Die Besatzungsangehörigen, die das Fest nicht bei der eigenen Familie verbringen  konnten, waren dankbar für dieses Weihnachtserlebnis. Ich finde es fabelhaft von unserem Verteidigungsminister, seinen Soldaten in Afghanistan diese Freude zu machen. Man denke nur daran zurück, wie Marlene Dietrich mit ihren Frontbesuchen im 2. Weltkrieg die amerikanischen Soldaten zu motivieren wusste.

Schäbig finde ich, wenn Oppositionspolitiker versuchen,  diesen mutigen Besuch im Kampfgebiet zu einer PR-Nummer herab zu würdigen.  Aber daraus spricht wohl nur der Neid, nicht auch so ein Politikerpaar zu haben.

Geschenkidee

Das neue Buch  Opa da lachst du auch hat wieder ein positives Echo in der Leserschaft.  “ WAS ich gelesen habe, ist sehr vielversprechend. Nun weiß ich doch wenigstens, wo ich einzusortieren bin, nämlich unter Homo sapiens senioris. Einfach herrlich, was Dir zu dieser kleinen Meldung im Volksfreund eingefallen ist! Und Du bist dann der Homo sapiens senioris humoris, nicht wahr?”

“….Gestern habe ich Dein neues Buch gekauft und schon fast ganz gelesen, einfach köstlich! Jetzt weiß ich endlich was ich den Freunden mitbringen kann, die sonst schon alles haben!    Ingrid.”

Hans-Dieter Brunowsky  Opa da lachst du auch   BrunoMedia Buchverlag  ISBN 978-3-9811506-3-6

Jahresrückblick

Am 3. Januar feierten wir mit der Großfamilie und vielen Gästen unsere Eiserne Hochzeit. Es wurde bei einem Glas Champagner begrüßt, fürstlich gespeist und das 65 Jahre verheiratete Jubelpaar in viele Reden der Kinder und Gäste gewürdigt. Wer hat schon das Glück so lange bei erträglicher Gesundheit zusammen bleiben zu können. Am 17.Mai war ich in Berlin, um in einem Film über das Baltikum mit dem Titel „Poll“ einige Texte im baltischen Dialekt zu synchronisieren. Ich musste für einen Pastor die Grabrede auf Baltisch synchron sprechen.     Ende Juni dann ein Auftritt im „Nachtcafe“ des SWR Stuttgart zum Thema „Alte ab aufs Altenteil“. Das lief prima, ich kam zwar spät dran, aber hatte bei den Erzählungen die Lacher auf meiner Seite. Für Ralf Dieter war der Auftritt auch ein Erfolg. Der Buchverkauf zog kräftig an. Zu Hause sind wir ein eingespieltes Team. Wer zuerst aufwacht, macht Frühstück. Mittags verwöhnt mich Helma mit abwechslungsreicher Kost. Einmal in der Woche kommt Kira mit ihren Söhnen zum Familienessen. Dann gibt es immer Lieblingsgerichte. Das Abendessen mit zwei Bommerlundern reiche dann ich. Sonntags gibt es Brötchen mit Ei und danach gehe ich schwimmen.In der letzten Juli-Woche waren wir mit Achim in der Ostsee  segeln. Ich durfte wieder die von Helma vorbereiteten Köstlichkeiten als Smut servieren.  Am Montag dem 23.8.2010 waren wir um 16.00 Uhr mit meinem Enkel in der Sendung ” hier ab vier” im MDR. Wir verbanden den Ausflug nach Leipzig mit einem Besuch auf dem Corpshaus unserer Lusatia und Maxi ließ sich ausgiebig das Nachtleben der Stadt zeigen.   Nun ist bald wieder Weihnachten. Ich wünsch allen Leserinnen und Lesern  eine beschauliche Vorweihnachtszeit.  Euer Hans-Dieter Brunowsky

Schneechaos

Auch in Hamburg hat der Winter uns fest im Griff. Weil der Wagen meiner Tochter fest gefrorene Türen hatte, musste ich mit meinem 22 jahre alten Volvo aushelfen: Der springt wie eine eins an und friert  in der Laternengarage auch nicht ein. Ist eben ein alter Schwede!  Meine Enkelin musste über Berlin nach Dresden reisen. Kein Zug fuhr mehr. Die Bahn bezahlte für je vier Fahrgäste eine Taxe. Das war billiger als 4 Hotelzimmer. Der Taxifahrer fuhr mit 100 auf glatter Autobahn. Hatte aber einen guten Schutzengel. Jedenfalls ist es nicht langweilig in unserer Familie.

|