Archive für Mai 2011

Die neue Betrugsmasche

“Ist das nicht eine tolle Überraschung - Sie haben einen Luxuswagen gewonnen! Sie haben 50.000 Euro gewonnen! Herzlichen Glückwunsch, jetzt müssen Sie uns nur noch 2.000 für Transportkosten, Steuern und Gebühren überweisen, dann gehört das alles ihnen!” So oder ähnlich tönt es derzeit zahlreichen Senioren im Bereich der Polizeipräsidiums Oberbayern Süd am Telefon entgegen. Die Region wird nämlich wieder einmal von einer groß angelegten Betrugswelle überrollt. Mehrere Fälle wurden bereits bei den Polizeiinspektionen in unserer Region angezeigt.  Quelle:  http://www.wochenblatt.de/nachrichten/traunstein/regionales/Abzocke-Senioren-um-Tausende-Euro-erleichtert;art39,49494

Update-Problem

Eine Leserin, die nicht wie ich einen Enkel  als Berater hat, kam mit einem Fenster nicht klar. Es handelt sich um eine Firefox update software in der aus rechtlichen Gründen die Frage steht: “Möchten sie zulassen, dass durch das folgende Programm Änderungen an diesem PC vorgenommen werden?” Die alte Dame antwortete immer mit “nein” und wunderte sich dass dann nichts mit dem Update-Programm passierte. Ja, ohne Enkel ist das sogar mit meinem Buch nicht immer ganz einfach.

Der kleine Türöffner

Als ich meine Haustür öffnen will, steht der zweijährige Nachbarssohn davor und fummelt mit einem Schlüssel herum. Sein Opa erklärt ihm , wie es geht aber es klappt nicht. Geduldig warte ich bis der Zwerg aufschließt, aber irgendwann ist die Zeit um, die ich für Kleinkinder übrig habe. Ich stecke meinen Schlüssel hinein, drehe auf und öffne die Tür. Das akzeptiert der Kleine als Vormachen. Aber als ich hinein gehe fängt er bitterlich an zu weinen. Er wollte uns doch selber öffnen und uns vormachen, dass er das schon kann. Wir Großen können doch ganz schöne Spielverderber sein!

Seniorenauto

Gestern wurde im Fernsehen gegen die Autofahrer gewettert. Wieviel Geld man sparen kann, wenn man Taxi fährt, wie viele Fahrten unter 1 km zum Brötchen Holen verschwendet werden u.s.w. Ich bin so ein Kurzstreckenmuffel. Mit 87 sind meine Beine nach 300 Metern müde. Aber die Kurzstrecke, um meine Frau zum Friseur zu fahren, bleibt sinnvoll, denn trotz Beförderungspflicht ist der Taxifahrer nicht glücklich, wenn er 500 Meter fährt und dann auf seinem Stand hinten in der Warteschlange landet. Mit Rollator hält man mich für einen Greis, im eigenen Auto wirke ich jugendlicher. Auch wenn mein Volvo 23 Jahre auf dem Buckel hat.  Und bei Glatteis ist der Senior im Auto  vor Oberschenkelhalsbrüchen deutlich sicherer als der Fußgänger. Für Langstrecken nehme ich die Bahn. Um im Stau zu stehen habe ich nicht mehr genug Zeit. Aber in meinem kleinen Revier zwischen der Laternengarage, dem Arzt, dem Supermarkt und dem Friseur fahre ich sicher.  Also lasst mir den Führerschein bis der Tod uns scheidet.

Hörgerät!

Ich soll ein Kind ins Ohr kriegen. Ich kann es nicht mehr hören, wenn meine Kinder nöhlen, ich müsse zum Ohrenarzt. Also war ich da.  Ergebnis : Ich höre genau so schlecht wie 2008. Na bravo ! Dann beim Akkustiker. Der machte (kostenlos) den ganzen Test noch einmal und kam zum gleichen Ergebnis.  Anprobe und Test mit Eumeln in den Ohren. Jetzt war ich statt bei 60 % schon bei 70% ! Na toll. Ich merkte keinen Unterschied.  Aber in 14 Tagen bekomme ich die echten Lautsprecher. Mal sehen, sie sind jedenfalls herausnehmbar.

Noch Fanpost zu “Unter uns”

ich sehe gerade eine Wiederholung der Sendung “Unter uns” und hab mir sofort den Titel Ihres Buches notiert. Ich selbst bin 65 Jahre alt und seit einem Monat begeisterte Notebook/Internet-Erforscherin. Da es mir selbst an entsprechenden Enkeln mangelt, borge ich mir auf diesem Umweg eben mal den Ihren, zumal mir auch die Bücher für Senioren und andere Dummies keine grosse Hilfe sind.
Es ist nicht zu fassen, wie die eingerosteten grauen Zellen noch in Wallung geraten können. was?!
Demnächst wohl auch im Seniorenforum - Ihre
Monika Schulte  Danke!
                          Hallo Herr Brunowsky
Gerade habe ich die Sendung “Unter uns” im MDR gesehen und war begeistert. Selbst habe ich auch damals im Nichts mit einem Computer angefangen und mir alles selbst beigebracht. Daher weiß ich, wie schwer es ist, gerade für ältere Menschen, mit dieser Technik klarzukommen. Mit Ihrem Buch wünsche ich Ihnen weiterhin sehr viel Erfolg. Bitte grüßen Sie Ihren Enkel auch von mir, vor ihm ziehe ich meinen Hut.
Mit freundlichen Grüßen, Dirk Hilmers
  Hallo Hans-Dieter,
Gestern Abend habe ich Dich in der Fernsehsendung “Unter uns” , gesendet aus Weimar gesehen .Jung (Enkel) und alt( Opa) kamen sympathisch rüber.
Ich hoffe ihr hattest einen angenehmen Aufenthalt in Weimar.
Viele Grüße aus Thüringen sendet Betty
 habe dich eben auf MDR mit deinen enkel gesehen,
ich hab ja das buch Opa- da lachst du auch…
bist ja noch ein sehr junger senior
liebe grüsse aus landshut in bayern
von rosi aus dem rosengarten

MDR Sendung “Unter uns”

Guten Tag Herr Brunowsky,  ich habe gestern die Sendung “Unter Uns” vom MDR gesehen. Ihren Beitrag fand ich sehr beeindruckend, da man sehen konnte man ist für nichts zu alt. Meine Tante hat sich den ersten Computer mit 63 Jahren gekauft, das fand ich schon stark. Wir haben Ihr auch immer geholfen und Sie lernte auch viel über ein Computerbuch für Senioren. Was auch mit einer großen Schrift versehen war. Sie haben meine Hochachtung.
Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.
Mit freundlichem Gruß  Silva Goldstein

Marine Kameraden

Heute haben wir uns über Post aus Stralsund gefreut. Die Kameraden der Marine-Offitziermesse dort haben meine Frau und mich  zu einer Fahrt mit dem weißen Dampfer am 18.Juni 2011 in den Greifswalder Bodden eingeladen. Da die Messe in Hamburg wegen Überalterung und Todesfällen schließen musste, bin ich in Stralsund Mitglied geworden. Diese Gemeinschaft ist ein lebendiger Kreis mit über 80 Mitgliedern. Natürlich haben wir zugesagt, Zimmer und Bahnkarte sind  online bestellt. Das Hotel Scheelehof hat zum 1.4.2011 neu aufgemacht und man holt die Gäste kostenlos am Bahnhof ab. Das ist Service!

Termin 20.5. um 22.00 Uhr im MDR

Den Termin werde ich mir aufschreiben und, wenn es möglich ist, die Sendung anschauen. Ich finde es fantastisch, was Ihr da zusammen macht.
Ich dagegen koche mit meinem Enkel zusammen !! Macht auch viel Spass. Manchmal haben wir auch einen größeren Kreis, für den wir kochen.
Also, dann bis Freitag. Ich winke Dir mal zu schau gut hin
Liebe Grüße
Barbara

Die vier Worte

Nun  führt mich der Weg auch mal in Weimar vorbei. Am Freitag dem 20.5. um 22.00 bin ich mit Maximilian in der Talkshow  ”Unter uns”  im MDR. Da fällt mir die Anekdote von meinen Landleuten, den Baronen Korff und Firks ein, die auch einmal vor einem Goethe-Denkmal standen.   Kopfschüttelnd bemerkte der nicht sehr belesene Gursbeitzer Korff: “Donnerwetter was für ein gewaltiges Monument wegen der vier Worte!”  Wenigstens das Götz-Zitat war den beiden bekannt.

Im Schwimmbad

Wie jeden Sonntag war ich auch heute im Freibad schwimmen. Als ich zurück in der Umkleidekabine war, bot sich mir ein Bild des Jammers. Der ganze Fußboden war voll mit den Klamotten eines Mannes, der verzweifelt seinen Spindschlüssel mit Chip suchte.  Bei Verlust kostet das nämlich 100 Euro, die man als Guthaben für Einkäufe im Bistro auf dem Chip hat. Ich fragte den Ärmsten, ob das Ding an seinem Arm seine Uhr wäre. Da bemerkte der Glückliche, dass er den gesuchten Chip gegen seine Gewohnheit am Handgelenk trug. Manchmal ist es so einfach, jemandem eine Freude zu machen.

Homebanking kompliziert gemacht

Ich verstehe ja, dass Sicherheit Vorrang hat. Aber dann sollte die Technik auch ausgereift sein! Ich hatte mich so schön an die Liste mit den TAN-Nummern gewöhnt. Die zu wählende Nummer wurde beim Home-Bankung angefordert. Dann gab ich die Zahl ein und die Überweisung wurde gesendet. Jetzt musste ich erst einmal 8,90 € für eine Tastatur mit Display löhnen. Dann hatte ich auf meiner Überweisung die Wahl zwischen Comfort-TAN  und chip -TAN.  Der Comfort bestand darin, den Generator an den Bildschirm zu halten. Da passierte dann nichts. Hotline  angerufen und 10 Minuten Musik in der Warteschlange gehört, dann gemeinsam  alles nochmal vergeblich versucht und endlich der Rat, die chip TAN zu wählen. Jetzt musste ich die EC-Karte einführen, TAN drücken Sicherheitscode eintippen, Konto des Empfänger, Betrag und OK in den Generator klicken, und dann eine TAN aus dem Generator auf den PC abschreiben. Und alles wurde in Minischrift befohlen!  Ich bewundere meine Treue zur Haspa. Meine Tochter hätte beinahe die Bank gewechselt.

Hafengeburtstag

Obwohl ich schon 31 Jahre pensioniert bin, erhielt ich zum Hafengeburtstag am 8.Mai eine Einladung auf die Fregatte Sachsen. Da der ganze Hafen mit allen Zufahrten abgesperrt war, gab es keine Möglichkeit, mit dem Taxi in die Nähe der Pier zu kommen. Meine Tochter fuhr mich und versuchte es mit Charme: “Mein Vater ist 87 und kann so weite Strecken nicht laufen”. In einer Nebenstraße ließ sich ein Polizist erweichen. Unvermutet führte der Weg direkt bis zum Anleger. Gedränge auf der Stelling. Dann stehe ich vor dem Kommandanten und melde mich an Bord. Es ist wie in alten Zeiten. Junge frische Gesichter, Fähnriche und Leutnante. Besonders hübsch sind die weiblichen Offiziere. Nur Mannschaften wollen die Damen nicht sein. Gleichberechtigung ist ja auch nur in den höheren Ebenen interessant. Jede Menge Kuchen und  Kaffee. Aber die Schlange vor der Ausgabe ist mir zu lang.  Eine Bank an der Seeseite verlockt zum Sitzen mit Blick auf die Parade der Großsegler. Aber als die ersten Schiffe kommen, verschwindet die Sicht aufs Wasser hinter den wohlgeformten Hintern von Damen, die sich vor mir an die Reling drängeln. Ist nichts mit Sitzen. Ich muss mitdrängeln. Trotz günstigem Wind, werden kaum Rahsegel gesetzt. Man wäre wohl zu schnell. Trotzdem ein stolzes Bild !  Die Feuerlöschboote sprühen Fontainen. Die Kreuzfahrtschiffe erschrecken die Zuschauer mit gewaltigen Sirenentönen. Hinter mir singt ein Shanty-Chor den “Hamburger Veermaster!”  Ein nostalgischer Tag im Ruhestand.  Aber bevor das Gewimmel sich auf den Heimweg macht, gehe ich schon mal vor. Man glaubt nicht wie lang ein kurzer Kilometer zur U-Bahn werden kann, wenn die Beine 87 sind. Am Rathaus steige ich um und nehme eine Taxe.  Es war ein schönes seemännisches Erlebnis.  Ich wär so gerne noch dabei !

Termin vormerken

Heute haben Maximilian und ich eine Einladung zu einer Talkshow im MDR bekommen. Am Freitag dem 20.5.2011 von 22:00 bis 24:00 Uhr werden wir zum Thema “Menschen mit ungewöhnlichen Schicksalen” an einer Gesprächsrunde teilnehmen.  Wir würden uns freuen, wenn ihr diese Sendung anschauen könntet.

Homebanking

Gerade hatte ich mit dem bequemmen Verfahren befreundet, beim Überweisen eine Nummer zugesendet zu bekommen, unter der ich dann in einer geheimen iTAN-Liste den Sicherheitskode wählen konnte. Aber das war meiner Sparkasse nicht sicher genug, Jetzt sollte ich meine Haspa-Card in einen Generator stecken und dort die Kodes bekommen. Wo bitte gibt es diesen Generatorschlitz am PC? Fehlanzeige!  Natürlich musste ich zu Bank und einen kleinen Generator dort  für 8.90 € kaufen. Dann das Experiment: Karte einschieben, auf F drücken und Generator  so an den Bildschirm  halten, dass 4 Dreiecke zusammen passen .  Funktioniert nicht, bis ich merke, dass ich mein Schriftbild auf 125 % eingestellt habe. Zurück auf 100 % !  Noch drei Versuche, dann klappt es endlich. Aber sicher ist sicher, wenn man es denn begriffen hat.

Latein

„Herr Doktor, bitte sagen sie mir mit klaren Worten, was mir fehlt. Ich kann im Haushalt keinerlei Arbeiten mehr machen, ohne dass ich sofort müde werde“   „Mit klaren Worten würde ich das einfach Faulheit nennen!“  „Wunderbar, und nun sagen sie mir das bitte noch auf Lateinisch, damit ich es meiner Frau erklären kann.

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